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12.04.2017Herren 1

Grosser Aufstiegsjubel bei Kadetten

Am Ende der Saison 2008/2009 war das Schaffhauser Grossfeldteam noch unter dem alten Clubnamen Sporting Club aus der 2. Liga abgestiegen. Acht Jahre ist ihnen unter Trainer Beat Gisler nun der Wiederaufstieg gelungen. Im fünften Spiel einer spannenden und ausgeglichenen Best-of-5-Serie gegen den 2.-Ligisten Buccaneers Sellenbüren setzten sich die Kadetten Unihockey mit 6:5 durch. Gut 300 Zuschauer bildeten am Sonntagabend eine stimmungsvolle Kulisse bei dieser bis in die Schluss­sekunden prickelnden Partie. Die ganze Serie sei ein Auf und Ab für beide Teams gewesen, erzählte der langjährige Schaffhauser Trainer Beat Gisler. Aber immer habe dasjenige Team gewonnen, das früh die Führung an sich reissen konnte. Und das waren in der fünften Partie die Schaffhauser, die schon nach 3:11 Minuten durch Fabian Sigg eine Überzahlsituation ausnützten.

Bis zur 22. Minute bauten sie den Vorsprung auf 4:1 aus, und nach zwei Dritteln stand es bereits 5:2. Der Aufstieg rückte gar noch etwas näher, als der mit 17 Jahren noch sehr junge, aber technisch beschlagene David Kissling zum 6:2 traf. Aber die Entscheidung war es eben doch noch nicht, denn auch im Unihockey können Tore in schneller Folge fallen. Und das taten sie zwischen dem 6:3 und dem 6:5 nach 56:20 Minuten dann auch. Die routinierten Buccaneers, die von zahlreichen Fans aus dem Säuliamt in Piratenmontur kräftig unterstützt wurden, nutzten kleine defensive Schwächen der Kadetten resolut aus und hatten bei unglücklichen Abprallern von Torhüter Lukas Imboden auch einiges Glück.

Tatsache war aber, dass die letzten Minuten an Dramatik, Spannung und Stimmung kaum zu überbieten waren. Die Zuschauer standen nun praktisch alle, wollten ihre Teams lautstark nach vorne peitschen. Dass kein weiterer Gegentreffer mehr fallen sollte, hatten die Kadetten ihrem riesigen Kampfgeist und ihrem Torhüter Imboden zu verdanken. Mit vereinten Kräften und einige Male auch mit etwas Glück verteidigten sie den 6:5-Vorsprung bis zur Sirene. Dass der folgende Siegesjubel keine Grenzen mehr kannte, war klar. Die Schaffhauser spielen nächste Saison in der 2. Liga, die Buccaneers Sellenbüren in der 3. Einfach werde das nicht werden, ist sich Trainer Beat Gisler bewusst, denn es gelte einige Abgänge zu ersetzen. Die folgende Bierdusche war ihm nicht so geheuer, aber nach dem tollen Erfolg der Mannschaft musste sie halt einfach sein.

 

Quelle: Schaffhauser Nachrichten

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